Serbiens Wahl am 25. Oktober 2026

Show notes

Schicksalswahlen in Serbien. Schafft die von Studierenden geführte Bewegung den Wandel

Show transcript

00:00:01: Herzlich Willkommen zum Podcast des österreichischen Instituts für internationale Politik.

00:00:28: Eine ziemlich neue Bewegung, die aus den Studentenprotesten hervorgegangen ist.

00:00:36: Den langzeitregenten Alexander Wucic tatsächlich schlagen und vielleicht dass sich sogar ein kleines Wunder ergibt und nach Ungarn ein zweites immer autoritäres Regime fällt.

00:00:58: Was erhofft wird, ist natürlich eine demokratische Transition.

00:01:02: Ich freue mich sehr, dass wir heute darüber mit meinem lieben Kollegen und Freund Vedran Gihic darüber sprechen.

00:01:09: Hallo, Vedran!

00:01:12: Das war das Gespräch, machen Sie eine wichtige Wahl?

00:01:15: Wie du gesagt hast und nicht nur eine wichtige Wahl für Serbien – das ganz gewisse Bau für ganze Europa.

00:01:20: Ja.

00:01:24: habe ich schon ein bisschen angesprochen, dass es eine neue Bewegung ist die mehr oder weniger aus dem Nichts entstanden ist.

00:01:31: Könntest du ein bissel über die Herausforderer von Wucic was erzählen und erläutern warum das so besonders ist?

00:01:41: Dass dir zur Geise in den Umfragen führen.

00:01:44: Genau!

00:01:45: Die Wahl am Sonntag, am Anfang des sechsten Zehnten ist die erste Wahl in den vierzehn Jahren der Regierungszeit von Buczic, wo er die Angst hat dass er die Wahl verlieren könnte.

00:01:59: Das ist ja schon angesprochen.

00:02:01: Sein Regime also seit Zwei-Tausendzwölf der Allmächtige Herrscher und der Anführungszeichen Serbians wie sagen wir in der Literatur das sind kompetitive autolidäre Regime aber es ist ein Regime das zwar die Wahlarena mehr oder weniger zur Verfügung stellt, aber auch sehr stark manipuliert und versucht natürlich zu vereinnahmen.

00:02:23: Das aber auf der anderen Seite eben sehr autoritär- und hierarchisch regiert.

00:02:26: Die Situationen sind von Wuczitschleuten dominiert, die Rechtsstaatlichkeit ist limitiert durch den politischen Einfluss, die Öffentlichkeit wird kontrolliert und wenn es hart auf hart geht setzt man auch auf Repression.

00:02:43: Der Ausgangspunkt für diese Erneuerung, und ich würde sie aus einer demokratischen Erneuern bezeichnen.

00:02:49: Die durch die Studenten zustande kam war der Einsturz des Vordachs des Bahnhofs in Novi Sad am ersten November.

00:02:58: zwanzig vierundzwanzig Und ausgehend von diesem Ereignis bei dem sechzehn Menschen getötet wurden hat sich eine Welle der Proteste über das ganze Land ergossen.

00:03:12: Einerseits mit einer ganz klaren Anschuldigung in die Adresse des Regimes, die Deals, die Konstruktionsarbeiten und die Korruption – also das ist

00:03:24: der Wahre!

00:03:25: Das ist ein Symbol eigentlich für die Korruption im Land.

00:03:29: Also ihr setzt die Schuldigen, was wir wollen.

00:03:31: Wir wollen die Rechtsstaatigkeit, wir wollen die Transparenz und die Korruption bekämpfen.

00:03:35: Wir werden ein normales freies Serbien.

00:03:37: Das Interessante und das Spannende war an dieser Bewegung, die bereits seit zwei Jahren andauert also am ersten November...

00:03:43: Beachtlich muss man sagen, dass wir demonstrieren ja ununterbrochen.

00:03:46: Also Proteste wissen wir aus der Literatur.

00:03:48: zu den Protesten so, dass diese oft von kurzer Dauer sind.

00:03:51: Dass sie aufflammen wenn natürlich die Emotionalaufregungen sich legt, dass sie dann wieder zurückkehren.

00:03:56: Also eher impulsiv und in diesem Fall haben wir zwei Jahre Proteste wirklich besonders untermerkenswert

00:04:04: und getragen vor allem von... Ja,

00:04:06: das ist das Wesentliche.

00:04:08: Die Proteste wurden nicht von den Oppositionsparteien getragen die bis lange im Parlament saßen sondern der Faktor von einer Gen Z Bewegung von den Studierenden an den serbischen Universitäten.

00:04:20: Die Opposition hat dann im Laufe der Zeit auch nach den ersten paar Monaten wirklich sich ganz von diesen Protesten verabschiedet, die Studenten haben etwas weitergetragen und jetzt kommt das Neue, das Interessante, das Spannende.

00:04:33: Die Studenten sind basisdemokratisch organisiert.

00:04:37: Sie haben im Rahmen der Universitäten, die sie occupiert hatten, studentische Versammlungen ins Leben gerufen, bei denen jede Entscheidung im Verlauf des Protestes und später – aber ich komme dazu auch beim Weg zu einer politischen Bewegung.

00:04:56: Jede Entscheidung wurde basisdemokratisch in dem breiten Konsens nach langen Diskussionen in den Entscheidungsfinanzprozessen getroffen.

00:05:04: Ich würde sagen demokratische Innovation per se von jungen Menschen.

00:05:09: Da waren wirklich maßgeblich die jungen Studierenden, die das sozusagen vorangetrieben haben.

00:05:15: Das glaube ich auch bemerkenswert ist.

00:05:17: es gibt keine Führungsfigur oder?

00:05:19: Das ist selten in solchen Bewegungen.

00:05:21: Gibt's meistens irgendwie eine charismatische Figur um die sich das darstellt?

00:05:25: Gewöhnlicherweise so wie sie nun in Ungarn geschätzt.

00:05:28: da gibt es einen Oppositionsführer einer charismartischen Figur Peter Madia in dem Fall.

00:05:33: der führt die Bewegung an und kann dann den autoritären herrsche herausfordern.

00:05:38: und hier ist es wirklich eine horizontale bewegung getragen ausschließlich von jungen menschen die alle entscheidenden ohne jetzt den einfluss um das zu flüstern und zurufen von außen getroffen haben.

00:05:53: Es geschafft haben diese energie aufrecht zu erhalten mit sehr viel kreativität muss man auch sagen, mit maratonläufe bis nach straßburg Tourn durch ganze Europa.

00:06:04: Sie haben jedes Dorf in Serbien abgeklappert und haben irgendwie versucht den Kontakt mit den Menschen herzustellen, Sterne-Märche gemacht große Kundgebungen organisiert, im April oder September im März.

00:06:16: Da gab es in der serbischen Hauptstadt Belgrade die größte Kundgebung in der Geschichte Serbins mit fast bis zu einer halben Million Menschen.

00:06:23: Also Horizontalität!

00:06:25: Und dann... kommt wirklich aus der politologischen Sicht das Spannende.

00:06:29: Dann haben Sie es geschafft, sich wirklich innerhalb von diesen zwei Jahren zu einer politischen Bewegung... Das

00:06:35: passiert so als es ist?

00:06:37: ...zu entwickeln.

00:06:37: Das passiert eigentlich so gut wie gar nicht.

00:06:39: aber so basisdemokratisch wird diese Bewegung zustande kamen ohne einen klaren Anführer, Anführerin kenne ich jetzt aus der jüngsten europäischen Geschichte nicht.

00:06:48: und das Spanende ist sie haben wirklich nicht nur das Programm Basis Demokratische abgestimmt sondern sie haben noch eine Liste für die Wahl erstellt.

00:06:57: Zweihundertfünfzig Menschen befinden sich auf diesem Wiss, der meistens auch den Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen, aus unterschiedlich Teilen des serbischen Gesellschafts die meisten davon nie politisch in Erscheinung getreten, auch keine Mitglieder der Parteien.

00:07:15: und all diese Menschen wurden einzeln in einem komplexen Verfahren vorgeschlagen diskutiert.

00:07:21: Auch mit einem Vetorecht konnte man sie ablehnen, jetzt von einigen Einzigen Universitätszentren um dann zu diesen Zweiundetfünfzig zu kommen.

00:07:29: Genauso haben Sie auch den Inhalt und die Programmpunkte festgelegt.

00:07:33: also sehr stark hier der Schwerpunkt Rechtsstaatlichkeit Bekämpfung der Korruption Bildung investizieren in die Zukunft.

00:07:41: interessanterweise keine Europa keine europäische Integration können wir später noch einmal aufgreifen.

00:07:45: und dieser Liste ist jetzt jene Liste, die Alexander Wucic und seine serbische Fortschrittspartei von der Elfenvonzwanzigsten in Oktober herausfordert.

00:07:55: Kann man diese Bewegung irgendwie jetzt in der klassischen Form ideologisch einteilen?

00:08:00: Es ist eher eine linke, liberale... Also rechte wird es nicht sein, weil dafür steht Wucics Wildkampen, die am besten ideologischer oder ist das gar nicht mehr möglich?

00:08:09: Ja auch das ist sehr spannend!

00:08:11: Die Liste ist ideologich sehr heterogen.

00:08:14: Das heißt, wir haben noch in der Bewegung selbst auch einige Debatten durchaus gehabt.

00:08:17: Also wo wir gesehen haben es gibt Gruppierungen mit einer linksgrünen Orientierung also durchaus sehr stark links gelegen da gibt's welche die man im Zentrum verorten kann aber es gibt doch welche, die man klassischerweise sogar rechtsverordern würde.

00:08:33: Es gibt durchaus auch Gruppierungs- und Studierende auch eine bestimmte Form des Serbischen Nationalismus auch hochhalten und dann sagen Kosovo gehört uns und wir immer.

00:08:45: Also man hat es geschafft die ideologischen Differenzen, die es gibt herauszuhalten sich auf ein klares sachliches Programm festzulegen um mit einem klaren Ziel anzutreten das Regime, dass autoritär her, die Institutionen gefahren in Held zu stürzen, Rechtsstaatigkeit einzuführen, Dialogbereitschaft in der Gesellschaft zu verankern.

00:09:08: Institutione zu befreien.

00:09:10: klarerweise.

00:09:11: und dann auf dieser Grundlage – und das ist sicher der nächste Schritt sollten Sie gewinnen – wird es einen großen gesamtgesellschaftlichen Prozess geben, wo man auch sicherlich die ideologischen Fragen diskutieren wird müssen, inklusive der Frage will man Mitglied Europäischen Union werden?

00:09:24: Wie verhält man sich zum Völkermord ins Reblenitzer?

00:09:30: Das kommt sicherlich irgendwann, aber hier aus taktischen Gründen wurde es hintangestellt.

00:09:36: Und das hat auch dazu geführt dass die meisten bislang im Parlament vertretenen Parteien aber auch in einer ideologischen Breite von links grün bis zu den rechten Parteien auf die Kandidatur bei dieser Wahl verzichtet haben und direkt die studentische Liste.

00:09:53: Die Verkunftsfragen schon angedeutet haben, dass sie ein großes Potenzial

00:09:57: haben?

00:09:58: Einerseits geht es um das große Potenziale... Und sicherlich um die Tatsache, dass wir es bei dieser Wahl fast schon mit einem Volksreferentum zu tun haben.

00:10:06: Es

00:10:06: geht um Wucicis und das Land als eine Bezugung.

00:10:10: Aber ich möchte auf das noch hinaus... einerseits scheint es jetzt ein Vorteil zu sein, dass die breit aufgestellt sind und dass eine breite gesellschaftliche Koalition eben gegen Wucics ist Und andererseits auch, dass es eben keine klassischen Politiker sind, denen man irgendetwas anlassen kann.

00:10:28: Gleichzeitig ist das natürlich eine Schwäche für eine Zeit nach dem Wahlen.

00:10:33: Sollten sie siegen aber auch wenn sie nicht ziegen, wenn sie eine große Oppositionspartei sind weil politische Erfahrung natürlich da ein Vorteil oft ist Wenn man das politische Geschäft kennt fällt man wahrscheinlich weniger leicht in manche Fallen und andererseits diese inner sozusagen innerhalb der Bewegung potenziellen ideologischen, politischen Konflikte zu sich auftun können?

00:10:58: Es ist bemerkt was wir hier zu sehen wie viel politische Reife auch die Studierenden bislang und diese Liste auch an den Tag gelegt haben.

00:11:05: Sie haben auch keine naive Vorstellung die Zeit danach.

00:11:09: sie sagen und sind sich auch dessen bewusst ideologisch in Differenz gibt es Regieren ist ein ganz anderes Geschäft da gibt's andere Mächte dir darauf einwirken.

00:11:19: Was jetzt eine Überlegung ist, einmal mit einer neuen Regierung dafür zu sorgen sowie es auch später mal derzeit in Ungarn tut.

00:11:29: Dass man dieses Autoregime rückabwickelt und dass man die Institutionen befreit, die Medien- und die Öffentlichkeit auch befreitt vom Einfluss und auch versucht die Korruption zu bekämpfen.

00:11:41: dann aber sagen noch viele nach einer gewissen Zeit relativ bald unter fairen und freien Bedrohungen die Neuwahlen ausruft, um tatsächlich dann zu sehen also wie er sich im politischen Wettbewerb durchsetzt auch zu einer Pluralität in den politischen Leben beizutragen weil all die Oppositionsparteien die durchaus auch die Bisslage im Parlament saßen auch.

00:12:01: Die werden natürlich dann in der Zukunft auch wieder politische Positionen in einem pluralen Umfeld haben und wenn das auch politisch umsetzen wollen.

00:12:11: Das heißt hier gibt es keine Naivität, keine Blaueugigkeit.

00:12:15: Aber eines ist ganz zentral und das ist auch jetzt für die Wahl am fünfundzwanzigsten, ganz zental.

00:12:20: Die Wahl am Sonntag wird nicht fair und frei sein.

00:12:24: es gibt massivste Manipulationen im Vorfeld mit den Wählerlisten, mit der Verhinderung der diaspora dass sie wählen kann, mit dem Kauf von Stimmen wo wirklich eine bestimmte Summe für ihre Stimme von der Partei ausgelegt wird Mit einer Massimobilisierung der Wähler und Wählerinnen.

00:12:44: Bosnien hat sich geholfen, obwohl sie ein politischer Freund Minora Dordig sitzt und mit einer unglaublichen auch in den letzten Tagen Repressionsmaschinerie gegen die freien Medien, gegen die kritischen Leute also mit Hackerangriffen auf die unabhängigen Medien.

00:12:59: Mit polizeilicher Repression gegen die Studierenden oder wo die Polizei ja in diesen Tagen die Tür klopft um die Menschen dann irgendwie zu verhören abführt.

00:13:09: Also es ist wirklich eine unglaubliche Spannung, die in der Luft liegt und deswegen auch die Forderungen von Studierenden wenn wir es schaffen sollten.

00:13:18: Und wie glauben daran?

00:13:19: Sie glauben wirklich fest daran!

00:13:21: dann werden wir in einer gewissen Zeit die Neuwahlen unter anderen Voraussetzungen ansetzen, damit man tatsächlich noch die realpolitischen Verhältnisse abbilden kann.

00:13:32: Weil die Stimmen, die Wuciccia auch bei dieser Wahl sicherlich gewinnen wird – das wird nicht so wie in Ungarn sein, dass Fedes und Orban weggeblasen werden von der Bewegung.

00:13:40: Sonst wird es knapp?

00:13:41: Die manipulierten Stimmen!

00:13:42: Das wird sicher sehr, sehr knapp.

00:13:45: Und als gestohlenen Stimmen werden da sein... vermutlich auch behaupten worden, dass sie an die Wahl gewonnen hat und es gibt viele Szenen.

00:13:53: Das ist das Problem, dass diese kompetitiv-autoritären Regime so stark sich festgesetzt haben in Staat und Wirtschaft und so viel Interessen damit verbunden sind, dass Sie nicht bereit sind zu gehen und bis ans Äußerste gehen können.

00:14:09: Wie schaut's?

00:14:10: Warum hat dieser Student von den Studenten angeführte Bewegung seine Zustimmung bekommen, sind die Wirtschaftsdaten auch schlecht in Serbien?

00:14:21: Weil Wucic hat ja eigentlich immer für eine gewisse Umverteilung an zumindest Leute, die dem Regime nahe sind gesorgt.

00:14:29: Funktioniert das nicht

00:14:30: mehr?

00:14:31: warum es ist?

00:14:31: Es ist ein Mischung aus Faktoren.

00:14:33: Also einerseits hat sich in diesen vierzehn Jahren der Herrschaft von Wucics einiges an Zäuren und Wut akkumuliert.

00:14:41: Das beginnt dann am Arbeitsplatz, wo man keinen bekommt wenn man nicht Mitglied des Serbischen Fortschrittsparteis bis hin zum wirtschaftlichen Bereich, wo keine Geschäfte treiben kann und kein Handel treiben können, wenn man in der Partei nicht näher liegt.

00:14:54: Bis hin zu den einfachen Menschen, wo ein Medizinstudentin, die mit besten Noten abschließt bekommt keinen Arbeitsplatz in einem Spital, wenn sie nicht eben Mitglied der SNS ist.

00:15:07: Also das sind so unterschiedliche Dinge die im Laufe der Zeit irgendwie zusammenkommen.

00:15:11: sicherlich auch die Brutalität des Regimes und die Repression also wie bei dem Menschen auch zu einer Reaktion führt.

00:15:18: Und dann aber auf deiner Seite ausgehend von diesen Ereignissen mit diesem Einstoß des Bahnhofs Vordachs doch ein Versuch der studentischen Bewegung eine Form der Zukunftsvision für Serbien zu formulieren An Begriffen wie Hoffnung, Gerechtigkeit und Solidarität.

00:15:36: Wie Wärme zwischen menschlicher Liebe und Empathie aufbaut.

00:15:41: Und versucht auch aus dem politischen Programm zu schaffen.

00:15:45: Also das sind wichtige Faktoren.

00:15:47: Wirtschaft.

00:15:48: Klarerweise spielt immer eine Rolle, so Vucic genauso wie Trump oder viele andere Autokraten versprechen ja fortdauern dass Goldene Zeit hat.

00:15:58: Diese Fortschritts-Rhetorik, alles wird besser.

00:16:01: Wutschi hat seit langer Zeit auch Flieger der Taxis und sonstiges versprochen die aus China kommen werden.

00:16:08: Also das geht fast schon ins Kapitalistische hinein.

00:16:11: Aber die eine neueste Studie von unseren Kollegen und Kolleginnen von Wienestut für International Wirtschaftsvergleiche zeigt auch ganz eindeutig, dass es dieses Wirtschaftswunder à la Wochitschnicht gibt.

00:16:22: Es gibt zwar Investitionen in der Infrastruktur, Autobahnen – von außen auch oft finanziert.

00:16:28: Es ist aber eine massive Akumulation des Kapitans in den Händen weniger, die an der Spitze durch Statisch stehen oder Wirtschaft.

00:16:35: Es gibt keine Umverteilung und es gibt auch real gemessen jetzt, was die Gehälter betrifft.

00:16:40: Den Lebensstandardbetriebs gibt's eigentlich im Vergleich zur Regierungszeit davor.

00:16:45: Die demokratische Wahl gibt's keinen signifikanten Fortschritt in

00:16:49: Serbien.".

00:16:50: Ich glaube das vielleicht wichtig ist.

00:16:51: zu dem Anzuführen in Bezug auf Wahlen ist dass die Erwartungen von außen oft so ist Wahlsieg einer Opposition sozusagen sofort Demokratie-Stabilität und eine einfache Transition einhergeht.

00:17:09: Wir sehen, dass das nicht der Fall ist.

00:17:11: was erwartest du für Servien im Falle eines wirklich eindeutigen Wahlsäges der Opposition?

00:17:18: Zunächst einmal wird jetzt am Sonntag meiner Meinung nach auch kaum alles entschieden werden können.

00:17:24: also es wird eine sehr knappe Bad Situation sein also wo sogar im äußersten Fall die Gewalt nicht ausgeschlossen ist, wenn Wucic sieht dass die Fälle davon schwimmen.

00:17:34: Also traue ich ihm einiges an Gewalt zu.

00:17:38: Das heißt wieder eine Periode geben also wo es hin und her gehen wird.

00:17:43: Es müssen auch in Dezember die Präsidentschaftswaren stattfinden, weil Wucics vom Soviputin, des Präsidenten zurückgetreten ist um eben in das Amt des Premierministers zu wechseln, wo auch die verfassungsmäßigen Vollmachten sitzen.

00:17:58: Das heißt diese Wahl muss auch stattfinden.

00:18:01: es kann dann noch ins Szenario gehen dass viele regionale und lokale Wahlen oder Wahlgänge wiederholt werden müssen.

00:18:09: wie immer Das ist eine kritische Zustände, die wir von denen man fast ausgehen kann.

00:18:14: Also das was im Übrigen passiert ist dass Orban am Abend auftritt und sagt wie haben wir verloren?

00:18:20: Dass wir in diesem Fall nicht wissen...

00:18:22: Ist

00:18:22: ein Mitglied der Europäischen Union.

00:18:25: Aber natürlich die langfristige, die mittelbeslangfristige Frage was die demokratische Erneuerung des Landes und womöglich auch dann auch die europäische Integration betrifft.

00:18:33: Die ist komplexer.

00:18:35: Es ist sicherlich so, dass bei einem Sturz eines Autokraten nicht automatisch am nächsten Tag die demokratischen Blumen auf den Wesen wachsen und alle rot und bunt und gut riechen sind.

00:18:47: Das haben wir in Polen gesehen also wo dieser Prozess der Reddemokratisierung wirklich mühsam verläuft oder Koalitionsschwierige ist, der Präsident von anderen Parteien kommt.

00:18:59: man sieht auch die Mühendebene um das benutzte Zitat zu bemühen vom Recht, die auch in Ungarn stattfinden.

00:19:10: Dort geht es nicht glatt aber natürlich deutlich einfacher rein.

00:19:13: mit einer Zweidrittelmehrheit ausgestattet kann Peter Mahle einiges machen.

00:19:17: In Serbien wird es ermitteln, ich promustiziere eine lange Transitionsperiode.

00:19:22: sollte es Wucic jetzt auch mit Manipulationen und Wahlbetrug vielleicht auch Gewalt und mit einem offenen... Autoritarismus auch noch Zeit schaffen.

00:19:32: Ich glaube, dass er mittelfristig es nicht mehr schaffen wird.

00:19:36: Das ist der Beginn vom Ende.

00:19:38: Vielleicht wird schneller sein und vielleicht wird es irgendwie auch für ihn kringziele.

00:19:42: Es wird schwieriger Zeit werden.

00:19:44: Und demokratisch hängt es wirklich davon aber so wie gut das die Studierenden trotz dieser logischen Differenzen in der ersten Phase schaffen würden, wirklich Institutionen zu gestalten, Korruption, Epoptismus politischer Einfluss vermindert werden.

00:20:02: Also wie gut sie es schaffen werden eine freie Öffentlichkeit auch auf die Beine zu stellen wo man auch Konsens bilden kann und dann sicherlich Abschluss dieser ersten Periode.

00:20:12: diese Übergangsbürde könnte dann ein Neuwahl sein unter anderen Voraussetzungen und da könnte man erst richtig mit einer substanziellen Demokratisierung errechnen bei der natürlich klarerweise auch die Europäische Union und das Angebot der europäischen Integration eine wichtige normative Rolle Ja, aber auch praktisch.

00:20:30: Und auch die regionale Rolle.

00:20:33: Serbien spielt sicher ein Thema.

00:20:36: Aber ich würde gerne abschließend auf folgende Sache kommen, dass wir eigentlich beobachten und vielleicht sollten wir das nicht alles so isoliert voneinander diskutieren – dass junge Menschen vor allem Studierende quer über den Globus und vor allem in Ländern ziemlich starken Autokatisierung ausgesetzt waren, schon seit einiger Zeit und sind aufbegehren.

00:21:04: Also Albanien ist natürlich ein anderes regionales Beispiel wo gerade eine sehr starke Bewegung Edirama unter Druck setzt.

00:21:14: Wir werden sehen wie das dort ausgeht aber auch Indien mit den Co-Croaches.

00:21:19: es gibt die Beispiele von der Türkei wo gegen die Verhaftungen

00:21:22: vom

00:21:23: Istanbuler Bürgermeister vor allem die Jungen auf die Straße gegangen sind Und natürlich sind die mit massiver Repression konfrontiert.

00:21:32: Sehen wir jetzt deiner Meinung nach so was Ähnliches wie ein neuer Vergleich, mit der Achtundsechziger Bewegung eine Jugend, die doch starke Jugend sich für Demokratie und liberale Werte einsetzt?

00:21:49: Oder ist

00:21:52: das... Die Vergleiche drängen sich auf, natürlich auch jetzt mit den Protesten in Frankreich und der anderen Anleitung wie ich schon stelle, also von Spanien bis Italien.

00:22:03: Es ist sicherlich eine jugendre Worte die wir in dieser Form seit längerer Zeit nicht mehr gesehen haben.

00:22:09: Wir haben zwar bei Fridays for Future oder bei anderen Alressen dieses Aufflammen gesehen aber in dieser, welche Mens und in dieser Form nicht, ob es jetzt gegen die Autorität am Herrscher ist oder ob es auch gegen einen von außen perzipierten nonfähigen Staat der nicht unverteilen will, der irgendwie nicht für Wohlstand sorgt.

00:22:28: Eine Revolte ist auf jeden Fall aber eine nachhaltige Strukturverschiebung in der westlichen Welt in der liberalen Demokratie zum Stande kommt, das ist natürlich auch aus dieser heutigen Sicht schwer zu beuten.

00:22:43: Auch bei den Achtundsechziger haben wir die Gesellschaftlichen, die sozusagen die politischen Folgen gesehen, die sich erst in den Jahren und Jahrzehnten danach entfaltet haben.

00:22:51: also das ist eine Politik der langen zeitlichen Abläufe.

00:22:56: aber auf jeden Fall was man sehen kann ist keine wachsende Unzufriedenheit Auch vor allem der jungen Menschen mit der Mangeland-Perspektive, die Horizonte für die Jungen bestehen aus Blut in den Kriegen.

00:23:10: Zitrigkeit, ob der Umweltfrage und der Frage des Überlebens der Welt aus Präkarität in sehr vielen Fällen als ungelösten Fragen in der Schnittstelle zwischen Migration, Integration zugehört.

00:23:23: Auch diese, die Dutzfragen sind wichtig.

00:23:26: Und das ist jetzt der Beginn sich eine neue Bewegung, die nicht so einfach verschwinden wird, ob die Autokraten draufknüppeln sowie die Rahmen, dass derzeit tut, dass wir die Proteste nicht ersticken, ob man es mit demokratischen Mitteln versucht, damit zu lösen auch das.

00:23:39: nicht verschwinden, die entscheidende Frage wird sein wie man es kanalisieren kann.

00:23:42: So lässt sich das so kanalisieren dass es dann am Ende für ein liberales demokratisches Gemeinwesen einen Plus gibt oder wird es dann auch wieder ausdimensionalisiert werden von anderen Kräften?

00:23:54: also es kann sein das ist auch in die Richtung von der Regime feindlichen und demokratiefeindlichen Bewegungen geht die natürlich die Grundlagen unseres Zusammenlebens in Europa gefährden können.

00:24:06: Auf jeden Fall leben wir in sehr, sehr spannenden Zeiten und der serbischen Wahl am Sonntag sind ein kleiner Beitrag zu diesen spannenden Zählen.

00:24:15: Absolut spannende Zeiten!

00:24:16: Und ich glaube, wir bleiben dran auch bei diesem Thema.

00:24:19: Demokratie, Autokratisierung bzw.

00:24:22: Gegenbewegungen und Jugendbewegung sind also im Fokus unserer Forschung.

00:24:27: Vielen Dank Wir werden sehen, wie die Wahlen ausgehen und vielleicht haben wir dann gelingen auch darüber zu sprechen.

00:24:36: Vielen

00:24:41: Dank fürs Zuhören!

00:24:43: Besuchen Sie unsere Webseite unter oep.ac.at für zusätzliche Inhalte – und bleiben sie dran!

00:24:51: Spannende Einblicke erwarten Sie in der nächsten Folge.

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